Hauptgerichte
Kaiserschmarrn (Emperor's Fluffy Pancake)
Authentic Kaiserschmarrn recipe from Munich - fluffy, caramelized Austrian pancake torn into pieces. Perfect with plum compote and powdered sugar.
Wenn der Kaiser vom Schmarrn träumt
Es ist Sonntagmorgen, draußen liegt noch etwas Morgennebel über den Dächern Münchens, und in meiner Küche duftet es nach Vanille und gerösteter Butter. Ich stehe am Herd und bereite Kaiserschmarrn zu — ein Gericht, das mich jedes Mal in die gemütlichen Cafés Salzburgs versetzt, wo ich als Studentin meine Wochenenden verbracht habe.
Kaiserschmarrn ist für mich weit mehr als nur eine süße Hauptspeise. Es ist diese perfekte Balance zwischen Einfachheit und Raffinesse, die nur wenige Gerichte so meisterhaft beherrschen. Die Legende besagt, dass Kaiser Franz Joseph I. so sehr von diesem zerschnittenen Pfannkuchen angetan war, dass sein Name für immer mit diesem Gericht verbunden blieb. Ob das stimmt, weiß ich nicht — aber ich verstehe den Kaiser.
Was mich an Kaiserschmarrn besonders fasziniert, ist diese wunderbare Unperfektheit. Während andere Pfannkuchen perfekt rund und glatt sein sollen, wird der Kaiserschmarrn bewusst zerrissen, zerrupft, in unregelmäßige Stücke geteilt. Genau das macht ihn so charmant — und so herrlich knusprig-karamellisiert.
Das Geheimnis der fluffigen Perfektion
Der Unterschied zwischen einem guten und einem außergewöhnlichen Kaiserschmarrn liegt in der Technik — und da bin ich ziemlich eigen. Nach Jahren des Experimentierens habe ich herausgefunden, worauf es wirklich ankommt.
Das Eiweiß ist der Schlüssel. Ich schlage es immer steif — richtig steif, so dass es Spitzen bildet, wenn ich den Schneebesen heraushebe. Dann falte ich es mit einem großen Löffel vorsichtig unter den restlichen Teig. Nicht rühren, nicht quirlen, sondern sanft von unten nach oben heben. Diese Luftbläschen sind es, die den Kaiserschmarrn später so herrlich aufgehen lassen.
Die Pfanne — auch hier bin ich wählerisch. Eine große, beschichtete Pfanne mit schwerem Boden, etwa 28 cm Durchmesser. Sie muss gleichmäßig heiß sein, aber nicht zu heiß. Mittlere Hitze ist perfekt. Ich teste die Temperatur gerne mit einem Tropfen Wasser: Wenn er sanft brutzelt und nach wenigen Sekunden verdunstet, ist sie bereit.
Das Zerreißen — hier darf man keine Angst haben. Mit zwei Gabeln oder Pfannenwendern teile ich den angebratenen Pfannkuchen in unregelmäßige, mundgerechte Stücke. Je unordentlicher, desto besser. Diese rauen Kanten sind es, die später so wunderbar karamellisieren und dem Kaiserschmarrn seine charakteristische Textur geben.
Meine liebsten Variationen
Nach all den Jahren habe ich natürlich meine eigenen kleinen Tricks entwickelt. Manchmal experimentiere ich gerne — der Grundteig ist so dankbar für Variationen.
Meine Apfel-Zimt-Version ist besonders im Herbst ein Hit: Ich reibe einen säuerlichen Apfel grob und mische ihn mit einer Prise Zimt unter den Teig. Der Apfel gibt extra Saftigkeit und einen wunderbaren Kontrast zur karamellisierten Kruste.
Für besondere Anlässe mache ich gerne Kaiserschmarrn mit Mandeln: Gehackte Mandeln röste ich kurz in der trockenen Pfanne an, bis sie duften, dann gebe ich sie statt der Rosinen dazu. Das ergibt eine herrlich nussige Note.
Im Sommer schwöre ich auf Heidelbeer-Kaiserschmarrn. Frische Heidelbeeren platzen beim Braten leicht auf und verleihen dem Ganzen eine fruchtige Säure, die perfekt zur Süße passt.
Und mein Geheimtipp für Schokoladenliebhaber: Ein Esslöffel Kakao in den Teig, dazu ein paar gehackte Nüsse. Schmeckt wie ein warmer Brownie, nur viel fluffiger.
Wenn ich es ganz klassisch mag, lasse ich alle Zusätze weg und konzentriere mich nur auf die perfekte Grundtechnik. Manchmal ist weniger einfach mehr.

Die kleinen Geheimnisse für den großen Erfolg
Es sind oft die Details, die den Unterschied machen. Nach Jahren in der Küche habe ich ein paar Tricks gesammelt, die meinen Kaiserschmarrn von gut zu unvergesslich machen.
Die Rosinen — wenn ich sie verwende — weiche ich immer kurz in lauwarmem Wasser ein. Trockene Rosinen brennen schnell an und werden bitter. Ein paar Minuten im Wasser, dann gut abtupfen, und sie bleiben schön saftig.
Der Zucker im Teig sollte nicht zu viel sein. Zu süß wird er sowieso durch den Puderzucker beim Servieren. Lieber etwas weniger im Teig, dafür aber die natürliche Süße der Karamellisierung auskosten.
Die Butter lasse ich nie zu heiß werden. Wenn sie bräunt und schäumt, ist sie zu heiß. Lieber neue Butter nehmen und von vorne anfangen. Verbrannte Butter macht alles bitter.
Ein kleiner Trick: Ich stelle den fertigen ersten Schmarrn kurz bei 80 Grad in den Ofen, während ich den zweiten zubereite. So bleibt alles schön warm und ich kann beiden Portionen gleichzeitig servieren.
Beim Wenden bin ich mittlerweile entspannt geworden. Früher hatte ich Angst, dass alles auseinanderfällt. Heute weiß ich: Es soll auseinanderfallen! Je unordentlicher, desto authentischer.
Wenn etwas schiefgeht — kein Drama!
Kaiserschmarrn verzeiht viel, aber manchmal läuft trotzdem etwas schief. Ich kenne die häufigsten Stolpersteine und weiß mittlerweile, wie man sie umgeht.
Der Teig wird nicht fluffig: Das liegt meist am Eiweiß. Entweder war es nicht steif genug geschlagen, oder ich habe es zu heftig untergerührt. Ein Tropfen Essig oder Zitronensaft im Eiweiß hilft beim Steifschlagen.
Er wird zu dunkel, bevor er durch ist: Die Pfanne ist zu heiß. Hitze reduzieren und geduldig sein. Kaiserschmarrn braucht Zeit und mittlere Temperatur.
Der Schmarrn klebt an: Entweder zu wenig Fett in der Pfanne, oder die Beschichtung ist hinüber. Ich verwende lieber etwas mehr Butter — das schadet nie.
Er wird zäh statt fluffig: Meist liegt das am zu langen Rühren des Teigs oder an zu alter Butter. Der Teig sollte nur so lange gerührt werden, bis alles verbunden ist.
Mein wichtigster Rat: Selbst wenn der erste Versuch nicht perfekt wird — er schmeckt trotzdem fantastisch. Kaiserschmarrn ist ein sehr vergebendes Gericht.
Aufbewahrung und die besten Begleiter
Kaiserschmarrn schmeckt definitiv am besten frisch aus der Pfanne, wenn er noch warm und die Kruste knusprig ist. Aber manchmal bleibt etwas übrig — was bei mir ehrlich gesagt selten passiert.
Im Kühlschrank hält er sich zwei Tage, wird aber weich. Ich wärme Reste gerne in einer trockenen Pfanne wieder auf, das bringt etwas von der ursprünglichen Textur zurück. In der Mikrowelle wird er nur matschig — das würde ich nicht empfehlen.
Zu den klassischen Begleitern: Zwetschgenröster ist mein absoluter Favorit. Diese süß-säuerliche Zwetschgenmarmelade mit Zimt ist wie geschaffen für Kaiserschmarrn. Apfelmus geht auch wunderbar, besonders selbstgemachtes mit einem Hauch Vanille.
Im Winter serviere ich gerne warme Kirschkompott dazu, im Sommer frische Beeren mit einem Klecks Sahne. Und wenn ich mal Lust auf etwas Besonderes habe, mache ich eine schnelle Vanillesauce — Milch mit Vanille aufkochen, mit Eigelb und Zucker binden.
Der Puderzucker zum Bestäuben ist übrigens nicht nur Dekoration. Er schmilzt leicht an der warmen Oberfläche und bildet eine zarte, süße Kruste, die perfekt zur karamellisierten Textur passt.
Falls du noch mehr österreichische Inspiration suchst oder Fragen zu diesem Rezept hast, schreib mir gerne über die Kontaktseite. Ich freue mich immer über eure Erfahrungen! Und wenn dir dieser Kaiserschmarrn gefällt, entdecke gerne weitere Hauptgerichte aus meiner Küche.
Lass es dir schmecken — der Kaiser hätte seine Freude daran!
Zutaten
Für den Schmarrn
Zum Servieren
Zubereitung
- 1
Teig vorbereiten
Die Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen. In einer separaten Schüssel Eigelb, Milch, Zucker, Vanilleextrakt und Salz verquirlen. Das Mehl sieben und unter ständigem Rühren einarbeiten, bis ein glatter Teig entsteht. Den Eischnee vorsichtig unterheben - das macht den Kaiserschmarrn später so herrlich fluffig.
- 2
Rosinen einweichen
Falls du Rosinen verwendest, weiche sie 10 Minuten in warmem Wasser ein und tupfe sie dann trocken ab. So werden sie schön saftig und brennen nicht an.
- 3
Ersten Schmarrn backen
Eine große beschichtete Pfanne (etwa 28 cm) bei mittlerer Hitze erwärmen. Die Hälfte der Butter schmelzen lassen und die Hälfte des Teigs hineingeben. Die Rosinen darüber streuen und 3-4 Minuten backen, bis die Unterseite goldgelb ist.
- 4
Wenden und zerreißen
Den Schmarrn vorsichtig wenden - keine Sorge, wenn er dabei bricht! Mit zwei Gabeln oder Pfannenwendern in mundgerechte Stücke zerreißen. Weitere 2-3 Minuten backen, bis alles goldbraun und leicht karamellisiert ist.
- 5
Zweite Portion und servieren
Den fertigen Kaiserschmarrn warm halten und mit der restlichen Butter und dem restlichen Teig wiederholen. Mit Puderzucker bestäuben und sofort mit Zwetschgenröster oder Apfelmus servieren.
Nährwertangaben
Pro Portion (4 Portionen). Werte sind Richtwerte.
| Kalorien | 420 kcal |
| Gesamtfett | 18g |
| Gesättigtes Fett | 9g |
| Kohlenhydrate | 52g |
| Zucker | 22g |
| Protein | 16g |
| Natrium | 280mg |
| Ballaststoffe | 2g |
* Die Prozentsätze des Tagesbedarfs basieren auf einer Ernährung mit 2.000 Kalorien. Ihr täglicher Bedarf kann je nach Kalorienzufuhr höher oder niedriger sein. Nährwertangaben sind Schätzungen und können variieren.
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Häufig gestellte Fragen
Warum wird mein Kaiserschmarrn nicht fluffig genug?
Der Schlüssel liegt im steif geschlagenen Eiweiß, das vorsichtig untergehoben wird. Außerdem solltest du den Teig nicht zu lange rühren und die Pfanne nicht zu heiß werden lassen - mittlere Hitze ist perfekt.
Kann ich Kaiserschmarrn auch ohne Rosinen machen?
Absolut! Traditionell wird er oft ohne Rosinen gemacht. Du kannst stattdessen gehackte Mandeln, Heidelbeeren oder einfach gar nichts hinzufügen - der Kaiserschmarrn schmeckt in jeder Variation fantastisch.
Wie erkenne ich, wann der Kaiserschmarrn fertig ist?
Er sollte außen goldbraun und leicht karamellisiert sein, innen aber noch saftig bleiben. Wenn er zu dunkel wird, reduziere die Hitze. Das typische Röstaroma und die goldene Farbe sind die besten Indikatoren.
Kann ich den Teig schon vorher vorbereiten?
Den Grundteig ohne Eischnee kannst du bis zu 2 Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Das Eiweiß solltest du aber immer frisch schlagen und erst kurz vor dem Backen unterheben, sonst verliert der Kaiserschmarrn seine Fluffigkeit.
Hallo, ich bin Lena!
Ich kreiere einfache, erprobte Rezepte der deutschen Küche, die jeder zu Hause nachkochen kann.
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